Conn zum kleinen Kurs: 15B Director und 77B Connquest

Alle Welt spricht bei Conn-Trompeten von den berühmten Connstellations. Vielleicht noch von 8B, Victor oder den alten New York Symphony-Modellen. Was aber ist mit den millionenfach verkauften Schüler- und Studentenmodellen aus der goldenen Ära des einst weltgrößten Herstellers? Der TrumpetScout hat sich diese zur Brust genommen.

Eifrige Leser:innen dieses Magazins wissen: Der TrumpetScout ist ein Conn-Fan. Das mag mit den früheren Unterrichtsjahren und der damit einhergehenden strengen Konditionierung zusammenhängen. Aber prinzipiell enttäuschten Conn-Hörner in all den Jahrzehnten auch objektiv nie unter den wichtigen Aspekten Intonation und Spielgefühl, sofern sie nicht heillos verbastelt waren.

Von der Conn Upper Class zu den Einstiegsmodellen

Heute ist eine 8B Lightweight Artist das aktuelle Hauptinstrument und im Regal befinden sich eine 12B, eine 22B, eine 36B und natürlich auch die legendäre 38B. Wie aber sieht es unterhalb der Profiklasse aus? Was bot Conn in den Hey Days, um die unzähligen High School-Kids mit leistbaren Trompeten zu versorgen und der Konkurrenz von Olds – namentlich der Ambassador – in dieser umsatzstarken Klasse Paroli zu bieten? Der TrumpetScout ging dieser Frage ganz praktisch nach und legte sich dafür die beiden Modelle 15B Director und 77B Connquest zu.

 

Das Einstiegsmodell von Conn aus den 1960er Jahren: die 15B Director.

 

Wie bei den meisten Testerfahrungen gab es auch hier einen initialen Moment: Das Online-Portal der Wahl verhieß eine Director in nicht allzu weiter Entfernung. Die Bilder verrieten jedoch, dass das Mundrohr getauscht und auch ein neuer, sehr wuchtiger Receiver aufgesetzt wurde. Vor Ort dann die positive Überraschung – die Trompete blies sich sehr gut und war sehr kernig, aber doch singend im Klang. Der Verkäufer jedoch bellte eher. So kam e zu keiner Übereinkunft. Vielleicht aber sollte es so sein, schließlich eignet sich für einen potenziellen Testartikel ein originales Instrument natürlich besser. So eines ließ nicht lange auf sich warten, musste aber blind gekauft werden. So viel kann aber jetzt schon verraten werden: Ein Vermögen muss man für so ein Instrument nicht in die Hand nehmen. Das Risiko blieb also überschaubar.

Conn 15B: merklich gute Qualität…

Beim Öffnen des Pakets war die Spannung groß. Wie würde sich eine 60 Jahre alte Trompete aus dem untersten Preissegment jener Tage spielen? Wie gut sind die Ventile noch in Schuss? Wie ist die Intonation?

 

Wow-Effekt bei der Inspektion der Ventile. Unfassbar dicht in Anbetracht des Alters, schnell und absolut nicht fehleranfällig.

 

Die Trompete war optisch erstaunlich gut erhalten, aber dennoch kein vergessenes Instrument, das Jahrzehnte auf einem Dachboden schlummerte. Benutzt, aber gepflegt. Das zeigte sich unter anderem an den Ventilen. Sie liefen einwandfrei und dichteten so gut ab, dass ein deutliches Ploppen beim Ziehen der Züge zu hören war. Wirklich erstaunlich, wenn man das Rentenalter dieses Instruments bedenkt. Auch sonst gab es bis auf übliche Lackschäden nichts ernsthaft zu beanstanden. Auch der berüchtigte Zinkfraß hatte keine Spuren hinterlassen.

…und wenig Conn-Typisches

Mit einer Connstellation als prototypisches Modell vor Augen irritiert eine Director zunächst. Kein Wide Wrap, keine deutlich überstehende Mundstückaufnahme, kein Nickel und auch kein Trigger. Lediglich die Ventildrücker sowie die Ventildeckel oben und unten und die orthogonal eingelöteten Stützen bzw. das Design der Stützen an sich machen eindeutig klar, um welchen Hersteller es sich handelt.

 

Normaler Wrap, lange Zwinge, kürzere Ventile. Das unterscheidet eine Director optisch stark von Connys.

 

Die 15B ist normal eng gewickelt – wie jede andere gewöhnliche Trompete auch. Das dürfte mit dem Ansinnen zusammenhängen, eine Trompete auch für kleinere Hände zu konzipieren. Das wiederum macht eine eigene Maschine notwendig. Die Wide Wrap-Modelle haben um 7 mm längere Büchsen. Die Mundstückzwinge stülpt sich viel weiter über das Mundrohr als sie es bei 6B, 36B oder 38B tut. Einen justierbaren Fingerring hat selbstverständlich auch die Schülertrompete, aber hier sind sowohl der erste wie auch der dritte Zug doppelt männlich ausgeführt. Am dritten Zug gibt es zudem eine Halterung für eine Marschgabel – denn marschiert wird und wurde nicht nur auf europäischen Straßen, sondern auch und gerade in den Sportstadien amerikanischer High Schools.

Die inneren Werte einer Conn 15B Director

Gemacht ist die Trompete beinahe vollständig – abgesehen von den Ventilen – aus Gelbmessing. Nur die Rohrteile, in die der Stimmzug gesteckt wird, sind aus Neusilber. Der Becher hat einen vergleichsweise geringen Außendurchmesser von nur 117 mm, dürfte seinem Schnitt nach aber in die klassische 37er Bach-Kerbe schlagen – übrigens genauso wie die Conn 36B oder die Conn 8B, deren leichtere Stützen hier auch zum Einsatz kommen. Durch den Lack ist es nicht zu erkennen, doch die Vermutung liegt nahe, dass der Becher zweiteilig konstruiert ist. Die Conn 77B zeigt das nach deutlichem Lackverlust klar an: Es gibt dort eine Quernaht ungefähr 4,5 cm vor Becherende. Einen einteiligen, galvanisch erzeugten Kupferbecher hat die Variante mit Coprion-Bell – das ist die wohl deutlich seltenere 17B Director.

 

Conn 15B: Gelbmessing durch und durch.

 

Die Ventile sind eng gebohrt. Zwischen 11,1 und 11,2 mm zeigt die Schieblehre bei allen drei Zügen an. Exakt wie auch bei der Connquest bzw. den höhergeschätzten Connstellation– Modellen. Kleiner Wermutstropfen: Bei der günstigen Director sind die Ventilfedern nicht raffiniert über den Kolben integriert, sondern liegen bzw. stehen einfach darunter. Funktional ergibt sich daraus kein Nachteil. Es ist schlicht alte und simplere Technik.

Auch noch interessant: Das Gesamtgewicht beläuft sich auf 1.047 Gramm. Das ist absolute Mittelklasse. Nicht besonders leicht, nicht besonders schwer.

Blow, Sound & Pitch der Conn 15B

Eine nicht ganz so positive Überraschung stellte sich bei den ersten Tönen ein. Vergleichsweise eng wirkte dieses Instrument – vielleicht aber auch, da just zu diesem Zeitpunkt nur eine sehr offene Kanstul 700 als Referenz zur Verfügung stand. Das sorgte zunächst für eine Schrecksekunde, vor allem mit dem kleinen und engen Bobby Shew Lead-Mundstück. Nach einem kurzen Schreckmoment folgte dann aber die Akklimatisierung und mit einem größeren Mundstücke spielte sich die Trompete sehr angenehm. Dass dieses Modell wohl den größten Widerstand aller bislang probierten Conn-Trompeten (lassen wir mal die Vorkriegsmodelle außen vor) aufweist, sollte nicht verwundern. Maßgabe war wohl, sehr jungen Menschen beim Start ihrer Trompetenkarriere ein effizientes Instrument an die Hand zu geben. Hier unterscheidet sich die Conn 15B von der seinerzeit mindestens genauso populären Schülertrompete von Olds, der Ambassador. Jene ist für den TrumpetScout das offenste Modell ihrer Marke, wogegen die Director eher das engste Gerät im Portfolio ist.

Alsbald wurde eine Hochzeitsfanfare damit gespielt und die Videoaufnahmen bestätigten sichere Beherrschbarkeit und einen Ton ohne große Überraschung. Sie offenbarten aber auch keinen klanglichen Malus. Einfach sehr trompetig.

 

Hier erkennt man sehr gut die konventionelle Windung – die Conn Director hat keinen Wide Wrap.

 

Später spielten dann auch noch andere Trompeter auf dem Instrument, das zu Deutsch „Dirigent“ heißt, und der TrumpetScout konnte sich ein Klangbild von vorne machen. Nichts Aufregendes, nicht viel Sizzle, nicht extrem kernig, aber auch nicht besonders weich oder dunkel. Einfach ein nutzbarer Sound, der keine herausstechende Eigenschaft hat, aber auch in keiner Hinsicht enttäuscht. Eben wie ein gutes Schülerinstrument sein sollte. Auch hier ein Vergleich (aus dem Gedächtnis) mit der Olds Ambassador, von denen der TrumpetScout schon einige spielen konnte: Jene ist spürbar offener, merklich schwerer und im Klang einfach größer (um nicht zu sagen gewaltiger) und dunkler.

Für Anfänger nicht minder wichtig wie für fortgeschrittene Schüler ist die Intonation. Anfangs haderte der TrumpetScout mit dem ein oder anderen Ton. Doch bei dieser eher engen Trompete spielt erstens Gewöhnung eine gehörige Rolle und dann natürlich auch das Mundstück. Ist die richtige Kombination gefunden und hat man sich auf den Widerstand eingeschossen, ist das Stimmungsverhalten dieser Trompete mehr als akzeptabel. Der TrumpetScout hat schon viele deutlich teurere und auch neuere Trompeten gespielt, die in diesem Punkt bedeutend schlechter abschnitten.

Kurzum: Die Conn 15B Director ist ein voll nutzbares Instrument, das seinen Preis von aktuell 300 bis 400 Euro in gepflegtem Zustand Wert ist. Vielleicht ist sie nicht ganz so perfekt wie eines modernes Schülerinstrument vom Schlage der Yamaha YTR-3335 zum gleichen Gebrauchtpreis, aber aus vielerlei Gründen hat diese Trompete mehr Bindungspotenzial. Und da der Vergleich zur anderen großen Vintage-Schülertrompete in diesem Artikel schon öfter gezogen wurde: Ja, die Ambassador ist das reifere Instrument. Die Director aber das schlankere Gerät, das Effizienzartisten eher zupasskommen dürfte.

 

 

Next Step: die Conn 77B Connquest

Um die Lücke zwischen dem Preiseinstieg und Top-of-the-line zu schließen, brauchte es mindestens noch ein Modell zwischen der Director und der Connstellation bzw. Victor. Das wurde die 1957 vorgestellte Connquest, Modellcode: 77B. Übrigens erblickte nur ein Jahr zuvor die erste Connstellation 38B das Licht der Instrumentenwelt. Mit der teilt die Connquest zunächst einmal noch die gestülpte, lange Mundstückzwinge, wie sie die Director und auch die 8B Lightweight Artist haben. Alle späteren Connstellations haben den kurzen aufgesetzten Kegel (siehe Bild unten).

 

Oben Conn 8B, darunter 77B Connquest, ganz unten 36B. Der Becherausgang ist auf einer Höhe.

 

Wie bei der Director beginnen Zwinge bzw. Mundrohr (aus Spielersicht) kurz vor dem Becherbogen – und nicht wie bei Connstellation & Co. weit davor. Die erste Stütze zwischen Mundrohr und Becher wurde (zumindest bei dem Testinstrument) deutlich näher an der Maschine positioniert: ungefähr dort, wo der Zug des ersten Ventils vom Bogen in den geraden Rohrteil übergeht. Bilder aus dem Netz belegen das nicht, sondern zeigen eine vergleichbare Position wie bei der Director, was aber immer noch weiter vorne scheint als bei den höherklassigen Modellen.

Wide Wrap: Die 77B ist eine günstigere Conn für große Hände

Bei der Wahrnehmung eine Rolle spielen könnte ein anderes Merkmal, das sich definitiv durch den Vergleich mit anderen Connquests belegen lässt: Der Becherbogen bei der 77B ist weniger rund, sondern hat eine klare D-Form (im Bild oben spiegelverkehrt) wie man es von Calicchio-Trompeten kennt. Hier fällt es aber viel stärker ins Auge, da diese Trompete – wie die Premiummodelle – auch den bis heute einzigartigen extremen Wide Wrap hat. Das ergibt das typische Conn-Feeling beim Halten und irritiert alle ganz enorm, die diese Weite für die Hände nicht kennen. Wer tellergroße Pranken hat, wird hierin einen Komfortvorteil sehen. Was es spielerisch bewirkt, bleibt hochspekulativ, zumal die engeren Radien bei der 77B durch die D-Shape eine sanftere Rohrführung durch den Wide Wrap in Kombination mit tendenziell kreisrundem Bogen wieder zunichte machen.

 

Ventilbüchsen wie man sie von Conn aus dem Mid-Century kennt.

 

Ebenfalls Gleichheit mit den teureren Modellen herrscht beim Thema Ventilblock. Durch den Wide Wrap sind die langen Zylinder verbaut, die Bohrung beläuft sich – wie bei Director und Oberklasse – auf 11,1 bis 11,2 mm. Heute würde man sagen Small Bore. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Stimmzug einer 36B in die 77B passt (und vice versa).

 

 

Unterschiede zu den bekannten und gesuchten Trompeten aus der Conn-Familie findet man – abgesehen vom Finish – eher im Detail: Der dritte Zug ist doppelt männlich konstruiert und hat keine Zugwegsbegrenzung mit angelötetem Gestänge, jedoch – anders als die Director – auch kein Kästchen mehr für die Notengabel. Die Fingerringverstellung ist bei praktisch allen Conns jener Zeit identisch. Alle Außenzüge sind aus Neusilber gemacht, der Rest ist auch hier aus hellem Messing gefertigt.

Connquest: große Ähnlichkeiten mit der 8B Lightweight Artist

Aber schauen wir bei der 77B auf weitere Gemeinsamkeiten mit den Topmodellen ihrer Zeit: Neben Wrap und Bohrung ist da zunächst das ‚lightweight bracing‘ zu nennen. Gemeint sind damit die schlankeren Stützen zwischen Becher und Mundrohr sowie die lange Stütze vor dem Stimmzug.

 

Die schlanke Linie bei den Stützen verbindet die 77B mit 36B, 8B – und Director.

 

Zudem scheint auch der Becher in puncto Schnitt und Trichterdurchmesser dem bei 36B und 8B zu gleichen. Nur besteht er bei der Connquest deutlich sichtbar aus zwei Teilen. Die Materialwahl rückt das Instrument in Richtung 8B: Bei beiden instrumenten kommt kein Coprion (Vollkupfer) wie bei der Connstellation zum Einsatz, stattdessen helles Messing.

 

Die 77B hat einen zweigeteilten Messingbecher und einen Becherbogen in ausgeprägter D-Form.

 

Und dann wäre da noch das Gewicht. Durch quasi an jeder Stelle identische Rohrweiten, gleiche und gleich viele Stützen (auch in den Zügen 1 und 3!) , ein ähnliche Mundstückzwinge, gleiches Material und in beiden Fällen keine dicke Vernickelung müsste auch die Waage Werte anzeigen, die nahe beieinander liegen. Tatsächlich stehen 1.092 Gramm bei der 77B 1.088 Gramm bei der 8B gegenüber. Der fehlen beim Gestänge die Rändelmuttern, was bei Ersatz die minimale Lücke wahrscheinlich komplett schließen würde. Man könnte also sagen, dass unter einem technischen Gesichtspunkt das Intermediate-Modell 77B Connquest und das absolute Spitzenhorn 8B Lightweight Artist sich ähneln wie zweieiige Zwillinge. Aber bestätigt sich das auch spielerisch und klanglich?

Überraschende Spieleigenschaften

Der erste Eindruck nach dem Auspacken – noch ohne Referenz zu den teureren Modellen – im Heimaturlaub war eindeutig: „Spielt sich definitiv offener als die Director.“ Es stellte sich zudem sofort das vertraute Conn-Wohlgefühl ein – egal ob mit kleinem flachem oder sehr großem Mundstück. Die Trompete stimmt gut und funktioniert in allen Lagen. Mit Verfügbarkeit von 8B und 36B zuhause wurde klar, dass es sich hier um mehr als nur ein Step-up zum Einstiegsmodell handelt. Die vorliegende Connquest ist in Ansprache und Widerstand der 8B beinahe zum Verwechseln ähnlich. Die fast 80 Gramm schwerere und vernickelte 36B ist keineswegs eng, fordert aber im direkten Vergleich doch etwas mehr Energie.

 

Bei genauem Hinsehen ist hier die Quernaht des zweiteiligen Bechers zu erkennen.

 

Beim Sound ist jene kleine Conny hinter dem Instrument gefühlt eine ganze Spur kräftiger. Davor zeigt sich ein anderes Bild: Als der TrumpetScout dem Klang jener drei Trompeten im schnellen Wechsel vor dem Trichter lauschen durfte, war es so, als füllten 77B und 8B sofort den ganzen Raum. Die 36B hingegen beschoss subjektiv nur Flächen vor der Glocke. Hier wäre ein Projektionsvergleich in einem größeren Saal natürlich interessant. Man konnte auf jeden Fall deutlich wahrnehmen, wie sich bei sehr ähnlicher Bauart signifikant höheres Gewicht, anderes Material und/oder die Vernickelung auf den Sound auswirken.

 

Die Ventile sind dicht und leichtgängig. Auch ansonsten ist diese Connquest nach deutlich mehr als 50 Jahren technisch noch hervorragend in Schuss.

 

Das Fazit auch nach einigen Wochen ist also überraschend: Die Connquest macht ihrem Namen alle Ehre und erobert Oberklasseterrain. Auch wenn sie der 8B nicht zu 100% das Wasser reichen kann, ist sie dennoch sehr nahe dran. Auch mechanisch gibt es nichts zu bekritteln. Die Ventile des sichtbar stark benutzten Instruments aus dem Jahr 1972 fühlen sich definiert im Druck an, sind extrem leichtgängig, zuverlässig und – das ist das Wichtigste – noch immer erstaunlich dicht.

Ein Fazit zu Conns Einstiegsmodellen

Vieles was in den USA und in Europa in der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre gebaut wurde, hatte eine handwerklich hohe Güte. Schülertrompeten sind da keine Ausnahmen, wenngleich manchmal einfacher konstruiert als heute. Unbrauchbaren Schrott gab es dabei eher nur in puncto Intonation. Nach der Erfahrung des TrumpetScout waren solche Instrumente aber eher nicht ‚made in USA‘. Die großen Firmen dort wussten, wie es geht und echte Krücken sind daher wohl eher die Ausnahme. Das gilt auch für die Einsteigermodelle des einst größten Instrumentenherstellers der Welt – Conn. Während die Director aber eher als ein Instrument für Kinder gedacht war und wahrscheinlich deshalb etwas mehr Widerstand aufweist, ist die Connquest eine ausgewachsene Trompete mit allen Conn-Tugenden, die sich vor den großen Namen in den eigenen Reihen nicht zu verstecken braucht. Leider gibt es davon nicht allzu viele. Wer so ein Exemplar im mittleren dreistelligen Preisbereich ergattern kann, spart gegenüber den ebenfalls sehr seltenen Topmodellen wohl gut und gerne die Hälfte bis zwei Drittel beim Investment. Wer dabei gute oder schlechte Erfahrungen macht, darf es dem TrumpetScout gerne mitteilen. Der Conn-Fann drückt die Daumen – es möge das sehr gute Testinstrument kein Einhorn sein.

Ein Artikel über zwei Vintage-Trompeten, die auf eigene Kosten angeschafft wurden. Dazu drei Tage Schreib- und Recherchearbeit. Wenn du bis hierhin gekommen bist, gefällt dir das Ergebnis sicher! Bitte unterstütze dann die Arbeit von TrumpetScout mit einer Spende. Nur wenige Euros reichen aus: paypal.me/trumpetscout! Danke!